Walk’n Act! Der Podcast

Hören, was andere bewegt: Walk’n Act! als Podcast

Wir lieben es, wenn sich die Dinge entwickeln. So geschehen mit dem Systemrelevanziergang. Die Corona-Pandemie gab den Impuls für dieses einzigartige Format. Bei einem Blinde-Date treffen sich Mitglieder des Stadtensembles mit Menschen aus Münster zu einem Spaziergang und dem Gespräch über die Relevanz der Kunst. Der Genuss gesellte sich bald dazu. Das Ergebnis: Walk’n Act! Du erlebst eine exklusive Vorstellung auf Deinem Weg durch Münster. Gedicht, Gesang, Rezitation, Tanz – lass Dich überraschen.

Podcast ist, wenn das Hören uns berührt

Einige dieser Begegnungen haben wir aufgezeichnet und als Podcast aufbereitet. Teile unsere Erlebnisse und Erfahrungen – ganz bequem auf dem Sofa, beim Kochen oder Puzzeln. So bleiben wir alle in Verbindung. Und vielleicht machst Du Dich bald auch einmal mit uns auf den Weg. Walk’n Act! macht Freude und bleibt Teil unseres Angebots.

Lust auf etwas Neues? Dann empfehlen wir Bei Anruf: WORT!

Was ist eigentlich dieser Walk’n Act! und wie ist es dazu gekommen?

Die Einführungsfolge mit ganz vielen Eindrücken aus dem Systemrelevanziergang, dem Vorgängerformat des Walk ’n Act! Das war im Grunde das gleiche, aber noch ohne Kunsterlebnis. Hier stand das Gespräch zwischen Künstler*in und Publikum im Mittelpunkt.

Ist Kunst wirklich systemrelevant? Das beantworten Künstler*innen und Zuschauer*innen individuell, aber auch sehr eindeutig.

Den Walk ’n Act! Podcast findest du in den meisten gängigen Podcast-Apps und hier »

Moderation Lena Bodenstedt
Jingle Christiane Hagedorn
Stimmen Carola von Seckendorff, Cornelia Kupferschmid, das Stadtensemble und seine Zuschauer*innen
Schnitt Sascha Kramski/Lauter Studio
Foto Ingrid Hagenhenrich
Covergestaltung Caroline von Lengerke

Hast Du Dich immer schon gefragt, wer eigentlich die Stadt anmalt und wieso? Krista Burger ist eine von ihnen. Zusammen mit Katharina lässt sie bei diesem Walk ‚n Act! ein „Mural“ entstehen, ein Bild auf einer für Graffitti freigegebenen Wand.

Anja Kreysing ist live dabei und spricht mit den beiden über den Prozess, das Malen und die staunenden Blicke der anderen Künstler*innen.

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„Wir waren in einem Tandem Austauschprojekt mit einer Ausstellung am Hawerkamp: Paradise Desperate Times, in der wir neue Strategien künstlerischer Arbeit und Vermittlung in pandemischen Zeiten erkundet haben. Im Rahmen dieses Austausches bin ich dem Stadtensemble beigetreten. Das Konzept schloss perfekt an unseren Versuch an in der pandemischen Realität durch künstlerische Aktionen in einen Dialog zu treten. Mit meiner Besucherin habe ich gemeinsam den Hawerkamp erkundet und Mauern bemalt. Da der öffentliche Raum während des Lockdowns nur mit 2 Personen zu betreten war, war diese künstlerische Zusammenkunft mit Malerei im öffentlichen Raum ein perfekter Austausch.“

Jingle Christiane Hagedorn
Interview Lena Bodenstedt
Schnitt Sascha Kramski/Lauter Studio
Foto Ingrid Hagenhenrich
Covergestaltung Caroline von Lengerke

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

An der desinfizierten Hand oder an einem Stück Stoff halten wir uns, abwechselnd haben wir die Augen verbunden und führen einander durch die Stadt, den Park. Wie verändert sich die Wahrnehmung? Trauen wir einer fremden Person?

Carola von Seckendorff und ihre Spazierpartnerin Antonia führen einander durch den Wienburgpark – voller Vertrauen und ganz im Augenblick.

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„Meine Walk’n Act Premiere! Eigentlich ein Kindergeburtstagsspiel. Großartig, ganz einfach, aber enorm wirkungsvoll. Das Vertrauen einem ganz fremden Menschen schenken, blind durch die Gegend geführt zu werden und zu führen. Sinnenreize pur. Doppelt erlebten wir dadurch sowohl die Wahrnehmung des Außen, der Stimme des anderen und der Gespräche Inhalt: über das, was uns im Leben und in der Kunst am wichtigsten ist. Und die Freude darüber Passanten ein verwundertes Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“


Jingle Christiane Hagedorn
Interview Lena Bodenstedt
Schnitt Sascha Kramski/Lauter Studio
Foto Ingrid Hagenhenrich
Covergestaltung Caroline von Lengerke

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Alleine oder zu zweit entsteht ein Song. Ausgangspunkt ist der Herzschlag, das Atmen, die Rhythmen beim Gehen, die Melodien im Kopf, die Umgebungsgeräusche und die Stille. Überraschend und immer wieder neu. Ein Walking Song.

Drei Walking Songs sind auf diese Weise entstanden. Schauspieler und Performancekünstler Stefan Nászay hat sie mit seinen Spazierpartner*innen Pauline, Dirk, Kirsten und Henning entwickelt, aufgenommen und im Nachhinein geschnitten.

Was Du hier hörst, ist also nicht der Spaziergang selbst, sondern ein Ergebnis, eine Erinnerung. Ein Einblick in den Rhythmus, die Stimmung und die Gespräche beim Walking Song.

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„Aug in Aug und Ton auf Ton. Durch persönliche Begegnungen sind Klanglandschaften gewachsen. Die Ohren gespitzt, begegneten wir uns und der Welt . Laute, Klänge, Geräusche und Melodien blieben hängen und transformierten sich in unsere Walking Songs. Es war mir eine Freude.“

Jingle Christiane Hagedorn
Interview Lena Bodenstedt
Schnitt Sascha Kramski/Lauter Studio
Foto Ingrid Hagenhenrich
Covergestaltung Caroline von Lengerke

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Stefanie Bockermann macht sich mit ihrer Spazierpartnerin auf die Suche nach der Angst. Die Ehebrecherin aus der gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig begleitet die beiden. Eine packende Lesung, die den Wirkmechanismen der Angst auf den Grund geht.

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„Drei mal Aufeinandertreffen mit dem/der mir Unbekannten, drei mal der starke, intensive Text über die Angst, die uns vollständig einnehmen kann. Immer ein Plätzchen gesucht, welches etwas Ruhe und Abgeschiedenheit bot. Und dann einfach begonnen zu lesen, zwischendurch ein Gespräch über die eigenen Ängste und über angstfreie Räume: Was die brauchen, wo es die gibt. Drei mal eine sehr bereichernde und ja, auch eine hoffnungsspendende Stunde der Begegnung mit einem Menschen, der dieses Stück Literatur mit mir geteilt hat. Und einige Einblicke in sein Leben. Auch fernab von ängstlichen Momenten.“

Jingle Christiane Hagedorn
Interview Lena Bodenstedt
Schnitt Sascha Kramski/Lauter Studio
Foto Ingrid Hagenhenrich
Covergestaltung Caroline von Lengerke

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Juliane und Hugo Gaido brachten die Musik zu all jenen, die nicht mit spazieren gehen konnten. Mit Cello und Gitarre richteten sie sich in Gärten und Innenhöfen ein und spielten. Eine leichte, unterhaltsame Mischung aus Klassik und Unterhaltungsmusik, die ganz nah an die Menschen herankommt.

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„Es war eine neue Erfahrung – als klassische Musiker sind wir es gewohnt, auf der Bühne zu sitzen–das Publikum bleibt auf Distanz. Diesmal spielten wir im Garten eines Altenheimes oder in Wohnzimmern. Diese nahe Begegnung mit den Zuhörern und die direkten Reaktionen auf die Musik waren für als Duo mit Gitarre und Cello etwas besonderes und sehr bewegend. Vielen Dank!“

Jingle Christiane Hagedorn
Interview Lena Bodenstedt
Schnitt Sascha Kramski/Lauter Studio
Foto Ingrid Hagenhenrich
Covergestaltung Caroline von Lengerke

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Foto: Juliane & Hugo Gaido © Marlon Pollock

Ein Spaziergang als Klangereignis: Der Klangkünstler Gregor Bohnensack trägt einen großen Rucksack. Darin befinden sich Klangschalen und andere perkussive Instrumente. In diesem Klanggang trifft er sich mit seiner Spazierpartnerin beim Donald Judd Kreisel am Aasee. Im Gespräch und in gemeinsamen Klangperformances nähern sie sich dem Kunstwerk an, sprechen darüber, wecken Reflektion und Resonanz.

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„Die Kulturspaziergänge haben mir die Stadt Münster nochmal näher gebracht. Auf dem Weg habe ich zu Kunstwerken und Statuen im Stadtraum mit den Personen, die mich gebucht hatten, ausführlich kommunizieren können. Ich habe Klänge mit percussiven Instrumenten (z. B. Klangschalen) und Blechblasinstrumenten erzeugt und diesen ‚Klanggang‘ mit meinem Gast ausgiebig besprochen. Raum UND Klang standen so in einem spannenden Verhältnis. Gleichzeitig war es möglich, auf die besonderen Bedingungen (auch Behinderungen) der Besucherin, des Besuchers einzugehen. Im Dialog wurde der Fortgang der Performance modifiziert. Die Aktionen beim Walk’n Act waren somit, aus meiner Sicht, höchst individuelle und spezifische Ereignisse, bei denen man auch ins Denken kommen konnte. Erklärung und Vermittlung künstlerischer Verfahrensweise hatten einen viel höheren Stellenwert, als bei der klassischen Aufführung mit der üblichen Dichotomie zwischen Publikum und Akteur.“
– Gregor Bohnensack

Jingle Christiane Hagedorn
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Foto Ingrid Hagenhenrich
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